Kreisjägerschaft Düren e.V.

Kontakt Home Über uns Service Impressum
 

Wildbretvermarktung - Nicht nur was für Jäger

Warum ist Putenbrust bei unseren Hausfrauen so begehrt und unser feines Wildfleisch so verschmäht? Woran liegt es, dass sich einige Jäger mit der Vermarktung des Wildes etwas schwer tun? Zum Teil wird Wild (zum Beispiel Wildschwein) in manchen Gegenden, in denen die Schwarzwildbestände explosionsartig gewachsen sind, sogar zu Dumping-Preisen verschleudert. Das hat unser Wild – dieses hochwertige Produkt aus der Natur – nicht verdient.

Beobachten Sie einmal die Hausfrauen im Supermarkt, zu welchen Produkten sie greifen. Immer häufiger werden verpackte Fleischwaren oder eingeschweißte, servierfertig gewürzte Sonntagsbraten gekauft. Die Verpackung dieser Produkte ist meistens ansprechend, der Inhalt mit Gewicht, Haltbarkeitsdatum genau beschriftet und teilweise sogar mit Rezeptvorschlägen versehen.

Viele stellen sich die Herstellung eines Wildgerichtes sehr schwierig vor und wissen oft auch nicht, woher sie Wildbret beziehen können. Also wenn schon Wild, dann doch ganz einfach „argentinische Filets vom Pampahasen“ oder Hirsch- oder Wildschweingulasch, wer weiß woher. An diese Produkte trauen sich die Käufer im Supermarkt gerade noch ran. Aber dieses Fleisch hält einem Vergleich mit dem Wild aus heimischen Revieren in keiner Weise stand.

Die meisten Jäger freuen sich, wenn sie das Wild gleich in der Decke verkaufen können. Die Einnahmen daraus sind nicht sehr hoch, wenn man bedenkt, wie kostenintensiv die Revierhege und -pflege ist. Mit guter Vermarktung des Wildbrets lassen sich die Einnahmen für die Jagdkasse verbessern und der Jäger kann somit mehr in Natur und Wildhege und -pflege investieren.

Was können wir also tun, um mehr Käufer für Wildprodukte zu bekommen?

Wild sorgfältig zerwirken
Sauberkeit ist oberstes Gebot
In unterschiedlich kleinere und größere Portionen aufteilen
In reißfeste Folie einschweißen 
Ausführlich beschriften
Tipps für die Zubereitung anbieten

Damit allein ist das Fleisch aber noch nicht vermarktet. Also müssen wir Werbung für Wildbret machen.

Hier bieten sich zum Beispiel Dorffeste, Weihnachtsmärkte und „Mund-zu-Mund-Propaganda“ an, bei denen die Jäger für ihr Wildbret werben können.

Gestalten Sie sich ein Informationsblatt mit Ihrem Wildangebot. Fast in jedem Dorf gibt es heute Verkaufsangebote von Produkten direkt vom Bauernhof. Das ist eine gute Möglichkeit, mit den Informationsblättern auf Ihr Wildbret aufmerksam zu machen. Es gibt sicher einen Landwirt in Ihrem Umfeld, der Ihnen diese Möglichkeit geben wird. Gerade die Kunden dieser Betriebe  haben ein besonderes Interesse an „Produkten aus der Natur.“
Nun werden Sie sich als aktiver Jäger fragen, wie das zeitlich zu organisieren ist. Hinzu kommt, dass nicht jeder die Möglichkeit oder den passenden Raum hat, um Wildbret zu zerwirken und entsprechend zu lagern. Im Mai wird ja bereits viel Wild geschossen, der Verkauf hat allerdings seinen Höhepunkt erst zum Herbst bis zur Weihnachtszeit.

Hier bietet sich eine Kooperation mit anderen Jägern an. So kann jeder mit seinen Möglichkeiten und Vorlieben einen Beitrag zur Vermarktung leisten.

Der eine oder andere Metzger ist bereit, sich Ihres Wildbrets anzunehmen. Die vermutlichen Kosten sind gar nicht so hoch, wenn man bedenkt, wie groß der Arbeits- und Zeitaufwand für einen Jäger ist, wenn er alles selber machen muss. In vielen Dörfern gibt es noch Hausschlachter, die die Arbeit übernehmen könnten. Auch wenn man dafür etwas bezahlen muss, ist der Ertrag, der übrig bleibt, lohnend. Vermarkten Sie nicht nur Rücken und Keule, sondern werben Sie auch für leckeres Gulasch, Wildhackfleisch, Rollbraten, frische Wildbratwurst, Wildschinken, Salami und diverse Wurstsorten. Vielleicht findet sich jemand, der auch diese Produkte vom Wildbret herstellen kann. Der eine oder andere Jäger kann einige Arbeiten auch selber, zum Beispiel das Räuchern von Schinken und Salami.

Es gibt sicher viele Mitbürger, die gern öfter Wild essen würden, wissen aber nicht, wo sie es, außer im Feinkosthandel, der  40,00 bis 50,00 Euro pro Kilo verlangt, beziehen können. Also machen Sie Werbung für unser feines Wildbret – auch das ist Öffentlichkeitsarbeit.

Wildbret

Eine große Motivation zum Jagen bringt die Vorfreude auf das köstliche Wildbret. Die Vielfalt, die sich aus diesen Naturprodukten bietet, ist enorm. Welch‘ schmackhafte Gerichte lassen sich aus Wildgeflügel, Hase, Kaninchen, Rehwild, Damwild, Rotwild und Schwarzwild herstellen.

Nicht nur aus Rücken und Keule entstehen leckere Braten, das komplette Stück Wild steht uns zur Verwertung zur Verfügung.

Haben Sie schon einmal Wildnieren probiert? Da es nur zwei Nierchen gibt, ist die Portion entsprechend klein. Sie sind höchstens als Gaumenkitzler geeignet – aber was für ein Genuss! Aus dem Kleinfleisch kann man nicht nur Gulasch oder Wildragout machen, sondern auch köstliche Wildwurstsorten, Sülzen und Hackfleisch. Und für unseren vierbeinigen Jagdbegleiter fallen auch noch allerlei „Leckerchen“ ab.

Sogar Dachs, Krähen oder Schwäne können für die Küche verwertet werden. Ein Dachsschinken ist eine ganz besondere Spezialität.

Überhaupt ist jedes Wild, das wir Jäger erlegen, in irgendeiner Form zu verwerten und damit nutzbar. Wollen wir das Fuchsfleisch auch nicht essen, so schenkt der Fuchs uns doch seinen herrlichen Balg, um uns zu wärmen. Oder welch‘ wunderbaren Anblick bietet uns ein präparierter Fuchs und erinnert an das interessante Jagderlebnis.

Die Vielfalt der Produkte aus der Natur ist unbeschreiblich. Nutzt man dieses reichliche Angebot, leistet man einen großen Beitrag zum Umweltschutz und Erhalt natürlicher Ressourcen. Puten- und anderes Fleisch aus Massentierhaltung schadet unserer Umwelt!

Wildbret:
Bei Interesse einer Wildbretvermittlung bitte unsere Geschäftsstelle kontaktieren.

Dies gilt gleichermaßen für Anbieter und Nachfrager - Tel.02428-6610

 

Hier geht es zum Download/PDF der beiden oben aufgezeigten Bilder:

Ausschlachtergebnis         ==>  Klick

Beispielrechnung Rehbock   ==> Klick

 
Wenn Datei nicht geöffnet werden kann;
Download des PDF - Readers:

                      <<Hier>>

 

 

Immer aktuell: Wann gibt es Wild?

Reh                   Mai bis Januar

Rotwild              Juli bis Januar

Wildschwein      April bis Januar

Frischlinge        ganzjährig

Hasen               Oktober bis Dezember

Wildkaninchen   Oktober bis Januar

Fasan               Oktober bis Januar

Wildenten         September bis Januar

Wildtauben       September bis Februar